Knirschen & Pressen

CMD - craniomandibuläre Dysfunktion

"Zähne zusammen und durch"

Stress-Verarbeitung

Stress reagieren wir durch Knirschen und Pressen mit den Zähnen ab.
Das ist ein völlig normales Verhaltensmuster, das unbewußt abläuft - auch und vor allem nachts im Schlaf.

Dabei üben unsere Muskeln enorme Kräfte aus.
Das belastet das gesamte Kausystem:
Zähne, Knochen, Muskeln, Nerven und die Kiefergelenke.

Folgen vor Ort

Je nachdem, welche dieser Strukturen das schwächste im System ist, können die Folgen bei übermäßiger Belastung ganz unterschiedlich ausfallen:

  • abgewetzte Zähne
  • Zahnlockerung
  • überempfindliche Zahnhälse
  • Gelenkknacken
  • Bewegungseinschränkung und Schmerzen in den Kiefergelenken
  • verspannte Muskeln, die zu Kopfschmerzen führen können

Folgen anderswo

Wenn Sie eine Wäscheklammer mit zwei Fingern zusammendrücken, spannen Sie zur Stabilisierung den ganzen Arm und die Schulterpartie mit an.

Entsprechendes passiert, wenn die Kaumuskeln zum Knirschen und Pressen angespannt werden. Dann erhöht sich die Muskelspannung in Hals, Nacken, Schulter und Rücken zur Stabilisierung des Kopfes. Deshalb kann es auch dort zu Verspannungen und Beschwerden kommen.

 

 

 

Der Idealfall

  • alle Seitenzähne haben gleichmäßige Kontakte
  • die Kiefergelenke stehen symmetrisch zueinander und zentral in ihren Gelenkgruben,
  • und die Kaumuskeln sind seitengleich angespannt.
  • Sobald Sie aus dieser Position mit dem Unterkiefer hin und her oder nach vorne rutschen, hängen die Seitenzähne sofort in der Luft. Die Bewegung wird ausschließlich von den Schneide- und Eckzähnen geführt.

Wenn's nicht richtig aufeinanderpasst

kann das zunächst ausgeglichen werden. Wir spannen dann unbewusst die Kaumuskeln auf der Gegenseite etwas stärker an oder verschieben den Unterkiefer leicht in eine "bequemere", aber asymmetrische Position.

Wenn ein Höcker die Seitwärtsbewegung stört, nehmen wir das nicht bewußt wahr. Wir kennen es ja nicht anders.

Auch das kann lange kompensiert werden.

Unter Stress

verliert unser Organismus die Möglichkeit zur Kompensation.

Dann versucht unser Unbewusstes, die Störkontakte durch Knirschen einzuebnen. Dabei kommt es zur Abnutzung der Eckzähne, die eigentlich dazu da sind, die Seit- und Vorwärtsbewegung zu führen und abzufangen. So beginnt ein Teufelskreis:

Bruxismus Teufelskreis

 

 

 

Was tun?

Je nachdem, welche Beschwerden im Vordergrund stehen:

Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente zur kurzfristigen Linderung akuter Schmerzen im Kiefergelenk.

gezieltes Einschleifen der Kauflächen zur Beseitigung von Störkontakten

Massage, Krankengymnastik und Osteopathie, um verspannte Muskeln und Bindegewebsstränge zu lockern und wieder symmetriefähig zu machen.

herausnehmbare, computervermessene Schiene zum Ausgleich von Asymmetrien

die Wiederherstellung eines idealen Bisses kann ggf. in einem späteren Schritt angestrebt werden. 

Entweder mit einer festen Zahnspange oder mit festsitzendem Zahnersatz oder einer Kombination aus beidem.

Stress-Knirscher knirschen nach Eingliederung einer Knirscher-Schiene oft auf der Schiene weiter. Aber die Schiene sorgt für die gleichmäßigere Druckverteilung auf die Zähne. Weil der Schienenkunststoff weicher ist als die Zähne, werden die Zähne geschont, nur die Schiene wetzt sich ab, kann aber bei Bedarf leicht erneuert werden.

Für Stress-Presser empfiehlt sich für die Nacht eher eine Entlastungsschiene. Dabei haben nur die unteren Schneidezähne punktförmig Kontakt. Dadurch wird die Kraftentfaltung der Kaumuskulatur reflektorisch auf ein harmloseres Maß verringert.

Das Problem an der Wurzel packen:

 

Stress-Abbau

Nutzen Sie den 

 

 

© 2016 Zahnarztpraxis Dr. Imogen Wilde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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