Frischer Atem

macht sympathisch

Mundgeruch

macht einsam

Übler Mundgeruch (Halitose) ist ein heikles Thema. Aus Taktgefühl traut sich kaum einmal jemand, andere darauf anzusprechen. Nur kleine Kinder sind schonungslos ehrlich.

Häufig besteht eine große Unsicherheit, ob man selbst unangenehm aus dem Mund riecht oder nicht. Denn den eigenen Atemduft kann man eben nicht selbst wahrnehmen. 

Der Absatz von Atemfrisch-Kaugummis, Pfefferminzbonbons, Lutschpastillen, Mundsprays und Mundwässerchen boomt. Der gewünschte Frische-Effekt geht aber recht schnell vorbei, und die Unsicherheit kehrt zurück.

Mundwasser, Pfefferminzbonbon und Co. überdecken oft nur das Problem,
bekämpfen aber nicht die Ursache.

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Ursachen

Weit verbreitet ist immer noch die Annahme, Mundgeruch entstehe im Magen. Tatsächlich ist der Magen nur in einem verschwindend kleinen Prozentsatz aller Fälle schuld an übel riechendem Atem.

Die Hauptproblemzone für STINK-normalen Mundgeruch ist die Zunge. Die verhornten Zungenpapillen (das sind die kleinen Knubbel auf dem Zungenrücken) werden normalerweise durch grobfaserige Nahrung immer wieder abgeschilfert.

Bleibt dieser Effekt aus, werden die Hornschüppchen immer länger, und die Zwischenräume zwischen den Papillen werden immer tiefer. Dann sind die Bedingungen für Fäulnisbakterien, die keinen Sauerstoff mögen, besonders günstig.

Diese "anaeroben" Bakterien fressen Eiweiß und produzieren daraus übel riechende Schwefelverbindungen wie z.B. Schwefelwasserstoff. Den Duft  kennen Sie von Stinkbomben und faulen Eiern her.

Das Eiweiß nehmen die Bakterien entweder aus unserer Nahrung (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte) oder aber aus Protein, das unser Körper selbst produziert z.B. Nasensekret, das bei Schnupfen in den Rachen gelangt. 

 

Auch Caries und Zahnfleischtaschen können unangenehme Gerüche verursachen.

Ihr erster Ansprechpartner bei Mundgeruch sollte also Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt sein.

 Daneben gibt es noch einige andere seltenere mögliche Ursachen für üble Düfte, die gegebenenfalls abgeklärt werden müssen.
Sollten die üblichen Maßnahmen nicht fruchten, überweisen wir Sie zur internistischen oder HNO-Diagnostik weiter.

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Maßnahmen

In der Zahnarztpraxis:

Professionelle Zahnreinigung:

Ziel ist die Beseitigung möglichst vieler Bakterien-Schlupfwinkel und eine Verringerung der Keimzahl.
Unsere Prophylaxe-Profis reinigen nicht nur Ihre Zähne, sondern zeigen Ihnen auch die für Sie geeigneten Reinigungsutensilien und Putztechniken für die häusliche Mundpflege. 

Zu Hause:

Entfernen Sie täglich alle Zahnbeläge - bitte auch zwischen den Zähnen.
Wir zeigen Ihnen gerne wie.

Reinigen Sie Ihre Zunge und vor allem den Zungengrund täglich mit einem stabilen Zungenkratzer. Wir zeigen Ihnen wie.

Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Kräutertee (z.B. Pfefferminztee) 

Fördern Sie Ihren Speichelfluss, indem Sie ab und zu Xylit-Kaugummis kauen. Von dauerndem Kauen raten wir allerdings ab. Das hält das menschliche Kausystem auf lange Sicht nicht durch.

Stellen Sie Ihre Ernährung etwas um.
Essen Sie faserreich:
z.B. Rohkost, Nüsse, Obst, Salat, Vollkorn

Werden Sie Nichtraucher. Das hat sowieso jede Menge Vorteile.

© 2015 Dr. Imogen Wilde

 

 

 

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