Gesund beginnt im Mund

Was Zähne mit Ihrer Gesundheit zu tun haben

Bakterielle Zahnbeläge verursachen Karies und Entzündungen des Zahnhalteapparates.

 

Caries führt unbehandelt zu Schmerzen, später zum Absterben des Zahnmarkes. Wird die Zahnhöhle dann von Bakterien besiedelt, entsteht eine chronische Entzündung im Knochen um die Wurzelspitze herum. Das kann zunächst unbemerkt bleiben, wenn Bakterien und Immunsystem sich die Waage halten. Sobald dieses Gleichgewicht zugunsten der Bakterien kippt, wird eine akute Entzündung daraus. Die Symptome sind zuerst Aufbißempfindlichkeit, dann pochende Schmerzen bis hin zu eitriger Schwellung und Fieber.

Parodontitis (landläufig oft "Parodontose" genannt) verläuft schleichend und tut zunächst nicht weh. Sie wird deshalb oft erst spät entdeckt. Bei rund der Hälfte aller Betroffenen sind keine offensichtlichen Alarmzeichen zu entdecken. Die Entzündung führt zum Abbau des zahntragenden Knochens. Dadurch wird der Zahn allmählich locker. Es kommt zu schmerzhaften Eiterungen und schließlich zum Verlust des Zahnes.

Der Körper nimmt solche entzündlichen Vorgänge wahr und reagiert darauf.

Dadurch steigt das Risiko für:

  • Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall (bis zu 4-mal höheres Risiko)
  • Lungenentzündung (bis zu 5-mal höheres Risiko)
  • Magen-Darm-Probleme
  • Lebererkrankungen
  • Komplikationen bei Implantaten und Transplantationen
  • Verschlechterung bei Diabetes mellitus
  • Frühgeburten und ein unterdurchschnittliches Geburtsgewicht bei Neugeborenen (bis zu 8-mal höheres Risiko)
  • Entzündungen allgemein

Weitere Informationen von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e.V.   Zahnfleisch und Gesundheit

Der Mund ist der Anfang des Verdauungskanals

Der Darm ist unser größtes inneres Organ.
Wenn die Verdauung nicht richtig funktioniert, hat das weitreichende Konsequenzen für unser gesamtes Wohlbefinden.*

Und im Mund stellen sich hierfür bereits die Weichen.

* Literatur: "Alles Scheiße!? Wenn der Darm zum Problem wird" von Dr. Adrian Schulte

Ein gesunder Darm bewältigt die Verdauung leicht, transportiert seinen Inhalt zügig weiter, enthält keine Gase und schützt den Organismus vor Schadstoffen.

Ein überforderter Darm bewältigt seine Aufgaben nicht mehr richtig. Es kommt zu Fäulnisprozessen.

Die dabei freiwerdenden Giftstoffe führen nachweislich zu Arteriosklerose, diese dann zu Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Faulgase blähen den Darm auf, der dadurch enorm an Volumen zunimmt. Dadurch schwillt der Bauch an, wird schwerer, und die Körperstatik ändert sich.

Das führt zu Rückenproblemen.

 

Außerdem werden die Fäulnisprodukte mit Depressionen und Allergien in Verbindung gebracht.

 

Geschädigte Darmschleimhaut kann direkt für die Entstehung von Krebs verantwortlich sein – nicht nur für Darmkrebs, sondern auch für Krebsarten an anderen Organen im Körper.
Kranke, durchlässige Darmschleimhaut ermöglicht es nämlich krebsauslösenden Stoffen, in den Körper einzudringen.

Wie also den Darm gesund erhalten?

Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung wichtig.

  • Besonders gut sind fermentierte Speisen und Getränke wie Sauerkraut, Miso-Suppe, Kefir oder Kim Chi - am besten, wenn sie selbst hergestellt sind. Dann enthalten sie ganz viele verschiedene günstige Bakterien, die gut sind für die Darmflora.
  • Achten Sie auf genügend pflanzliche Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse wegen der Ballaststoffe, der Vitamine und der wichtigen sekundären Pflanzenstoffe. Je vielfältiger und bunter, desto besser.
  • Versuchen Sie, industriell hergestellten Sachen aus dem Wege zu gehen und essen Sie viel Frisches, Naturbelassenes.

 

 

 

"Kauen ist das A und O"

Zitat Dr. Adrian Schulte, leitender Arzt und Direktor des auf Darmsanierung spezialisierten Zentrums einer Klinik in Überlingen am Bodensee,
in der SWR1-Sendung "Leute" vom 4. April 2016.

 

Gut gekaut ist halb verdaut...

Langsames, bewußtes Kauen zerkleinert die Nahrung gründlich und sorgt gleichzeitig für eine Stimulierung der Speichelproduktion. Speichel bildet eine erste Barriere gegen eindringende Krankheitserreger und enthält wichtige Enzyme, die bereits im Mund den Abbau von Stärke beginnen. Die Kaubewegung signalisiert dem Körper die Nahrungsaufnahme und ermöglicht den übrigen Abschnitten des Verdauungskanals, sich angemessen auf die Verarbeitung vorzubereiten.

Kauen Sie einen Bissen so lange, bis er gut eingespeichelt und breiförmig ist und fast von allein in Richtung Magen fließt. Das braucht natürlich mehr Zeit. Wir essen dadurch automatisch weniger. Denn erst ungefähr 20 Minuten nach Beginn der Nahrungsaufnahme setzt das Sättigungsgefühl ein, und zwar unabhängig von der geschluckten Menge. Gründliches Kauen hilft damit auch, die Figur zu halten.

Übergewicht verursacht Haltungsschäden, Herz- / Kreislaufkrankheiten und Diabetes.

Notwendig sind also zwei Faktoren:

  1. Zeit und
  2. gute Kauwerkzeuge

Die Zeit müssen Sie sich nur nehmen. 

Gute Kauwerkzeuge liefert Ihnen die Natur. Gesunde, feste Zähne und entzündungsfreies Zahnfleisch sind perfekt für diese Aufgabe.  

 

Wie halten Sie Ihre Zähne gesund?

 

 

 

Rundum gesünder durch gute Mundgesundheit!

  • Ernähren Sie sich ausgewogen und abwechslungsreich. Selten Zucker.
  • Konsequente Mundhygiene ist die beste Vorsorge.
  • Bakterielle Zahnbeläge müssen regelmäßig auf mechanische Weise entfernt werden.
  • Das tägliche Zähneputzen ist unverzichtbar.
  • Zusätzlich empfiehlt sich regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis

© 2016 Dr. Imogen Wilde

 

 

 

 

 

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