Milchzähne

Karies-Bakterien

Gesunde Kinderzähne von Anfang an

Wenn im Alter von ca. 6 - 8 Monaten die Milchzähne beginnen, im Mund Ihres Babys zu erscheinen, sind sie kerngesund. 
Damit das auch so bleibt, gibt es ein paar Dinge zu beachten:
Karies (Zahnfäule) ist nämlich eine bakterielle Infektionskrankheit, die mit dem Speichel übertragen wird.
Die Karies-Bakterien fehlen zunächst im Mund Ihres Babys.
Bleibt Ihr Kind von einer Ansteckung verschont, dann ist es vor Löchern sicher.

Ansteckung vermeiden

Achten Sie deshalb von klein an darauf, daß Ihr Kind keinen Speichel von anderen Personen in den Mund bekommt - auch Ihr eigener enthält sehr wahrscheinlich Karies-Bakterien.
Also niemand anderen aus dem Baby-Fläschchen trinken oder probieren lassen.

Das Ablecken des zu Boden gefallenen Schnullers ist tabu.
Allzu feuchte Küsse vermeiden.
Zum Kosten von Brei einen (andersfarbigen) Extralöffel verwenden und auch später auf getrenntes Geschirr und Besteck achten.

 

Infektionsrisiko vermindern

Verhalten Sie sich gerade so, wie wenn Sie eine schwere Erkältung hätten und verhindern wollten, daß Ihr Kind sich ansteckt.

Am besten sollten alle Personen, die das Kind betreuen, sämtliche vorhandenen Karies-Stellen in den eigenen Mündern füllen lassen. Eventuell können weitere Maßnahmen in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden, um die Keimzahl im Speichel zu senken. 

Damit verringert sich das Infektionsrisiko für Ihr Kind.

Was tun, wenn die Bakterien schon im Mund sind?

Nach erfolgter Infektion

Auch dann können Löcher immer noch vermieden werden.
Die Karies-Bakterien brauchen nämlich Zucker zum Leben.
Je seltener Ihr Kind davon zu sich nimmt - egal ob in fester oder flüssiger Form - desto weniger können die Bakterien sich vermehren und den Zähnen schaden.

 

Allgemein gilt:

Je süßer, je klebriger, je häufiger, desto schlechter für die Zähne.

Solange Ihr Kind nicht weiß, wie gut Zucker schmeckt, wird es sich auch mit weniger Süßem zufrieden geben.
Wenn Ihr Kind andere Leute mit Scharfgewürztem, Kaffee, Alkohol oder Zigaretten sieht und selbst mal probieren möchte, dann fällt es Ihnen bestimmt leicht, dies Ihrem Kind zu verweigern.

Machen Sie es bei Süßem einfach ebenso.

Etikettenschwindel

Achten Sie beim Kauf und Zubereiten von Baby- und Kleinkindernahrung und -getränken auf zuckerfreie Ware.
Manche Hersteller verwenden die Begriffe Saccharose, Glukose, Fruktose und Maltose. Auch das ist Zucker.

Achten Sie auf die Angaben auf der Nährwerttabelle, die seit dem 13.12.2016 auf allen Verpackungen aufgedruckt sein muss.

"gesunder" Honig?

Achtung! Auch der angeblich “gesunde” Honig enthält enorm viel Zucker und schadet den Zähnen. Die geringfügig bakterienhemmende Wirkung des Honigs wird durch die bakterienfördernde Wirkung wegen des extrem hohen Zuckergehalts bei weitem übertroffen.

Getränke

Gewöhnen Sie Ihr Kind an das Trinken aus Becher oder Tasse. Denn häufiges Nuckeln an Saugerflaschen, Rennfahrerflaschen und Schnabeltassen schadet den Zähnen, und zwar selbst dann, wenn die Nuckelflasche pures Wasser enthält.
Saft, Saftschorle und Limo sind dann erst recht schädlich.

 

Zuckeraustauschstoffe

Für Schleckermäuler gibt es auch zahnfreundliche Süßigkeiten, die mit einem Süßstoff  zubereitet sind, mit dem die Bakterien nichts anfangen können.
Aber Vorsicht! Zuviel davon verursacht Durchfall.

Putzen

Früh übt sich

Da auch “normale” Lebensmittel wie Brot oder Obst zu einem gewissen Anteil Zucker enthalten, können die Bakterien nicht so einfach ausgehungert werden.
Gewöhnen Sie deswegen Ihr Kind schon ab dem ersten Zähnchen an regelmäßiges Zähneputzen.
Anfangs einmal am Tag,
ab dem 2. Geburtstag zweimal am Tag.

 

Fluorid

Um den Bakterien das Leben möglichst schwer zu machen, gibt es als Helfer das unverzichtbare Spurenelement Fluorid. Im hiesigen Trinkwasser ist zuwenig Fluorid enthalten, um gegen Karies wirksam zu sein. Befürchtungen wegen angeblicher gesundheitlicher Nebenwirkungen sind als grundlos widerlegt.

Zahncreme

Ab dem ersten Zähnchen einen Hauch einer Kinder-Zahnpasta mit niedrigem Fluorid-Gehalt (500ppm) auf die Zahnbürste geben. Sobald Ihr Kind sicher ausspülen kann, darf ein erbsengroßer Klacks Kinder-Zahnpasta auf die Bürste.

Ab dem ersten bleibenden Zahn auf eine Zahnpasta mit höherem Fluoridgehalt  
( >1.000 ppm) umsteigen.

Geeignete Putzhaltung

Stellen, setzen oder knien Sie sich hinter Ihr Kind und nehmen den Kopf zwischen Ellenbogen des freien Armes und ihren Körper - wie einen liebevollen Schwitzkasten. Der Körperkontakt wirkt beruhigend, das Kind zappelt weniger, die Zahnbürste bleibt eher unter Kontrolle. 

Fremdputzen

Auch wenn das Kind lieber nur selber die Zähne putzen will - Mama oder Papa putzen nach - mindestens bis ins Schulalter;
am besten, bis die Handschrift ausgereit ist, dann hat das Kind die erforderliche Feinmotorik, das Fingerspitzengefühl.

Würgereiz vorbeugen:

Putzen Sie ihrem Kind vorher die Nase, damit es gut atmen kann. Nehmen Sie nur einen ganz kleinen Klacks Zahnpasta auf die unangefeuchtete Zahnbürste und halten Sie Abstand zu Gaumen,  Zäpfchen und Zungenrücken.

Zähneputzen macht Spaß!

Machen Sie ein fröhliches Happening daraus. Erzählen Sie nebenher eine spannende Geschichte oder singen Sie das Lieblingslied Ihres Kindes. Unterbrechen Sie, wenn das Kind bockt. Erzählen oder singen Sie erst weiter, wenn es wieder weiterputzen läßt.

 

Spaß, Kinderbehandlung, unbeschwert, Kinder behandeln wir besonders gerne

Denken Sie dran:

Sie sind das Vorbild Ihres Kindes.
Putzen Sie deshalb Ihre eigenen Zähne mit demonstrativem Vergnügen!

Kommen Sie schon früh mit Ihrem Kind in unsere Zahnarztpraxis.
Wie Sie Kinder auf den Zahnarztbesuch optimal vorbereiten, lesen Sie auf der Seite:

© 2016 Dr. Imogen Wilde

 

 

 

 

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