Tag der Zahngesundheit

im Nebel der Mythen

Putzmythen

auf den Zahn gefühlt

25. September 2016: Heute ist Tag der Zahngesundheit. Zeit, landläufig Geglaubtes und zahnmedizinisch Erforschtes einander gegenüberzustellen.

Quelle: www.tagderzahngesundheit.de

Mythos #1

"Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn."

Das war früher so, als die Ernährung einseitig und karg war. Jetzt sind wir rund ums Jahr mit allen Nährstoffen gut versorgt.

Durch die hormonelle Umstellung sind alle Gewebe in der Schwangerschaft stärker durchblutet, auch das Zahnfleisch. Es schwillt dadurch leichter an und blutet auch schneller. Mit guter Pflege kriegen Sie das wieder in den Griff, bevor eine Parodontitis daraus wird.

Mythos #2

"Karies wird vererbt."

Nein, Zahnfäule ist eine Infektionskrankheit.
Aber Ernährungsgewohnheiten und Putzverhalten werden von Eltern an Kinder weitergegeben. Das erklärt, warum innerhalb einer Familie die Karieshäufigkeit oft ähnlich hoch oder niedrig ist.

Eltern mit vielen Kariesbakterien im Mund stecken ihre Kinder leichter an. Ablecken von Schnulli oder Besteck ist deshalb tabu!

Mythos #3

"Milchzähne fallen eh aus. Die muss man nicht so gut putzen." - Doch! Denn:

Löcher in Milchzähnen tun weh - genau wie in bleibenden Zähnen.

Milchzähne müssen ganz schön lange halten. Die Milch-Backenzähne fallen oft erst mit 12,13 oder 14 Jahren aus. Vorzeitiger Verlust hat ungünstige Folgen für die weitere Gebiss-entwicklung und Mundgesundheit.
Und was Hänschen nicht lernt...

Mythos #4

"Apfel essen ersetzt die Zahnbürste"

Äpfel sind lecker und gesund, aber leider muss der Versuch scheitern, die bakteriellen Beläge beim Apfelessen zu entfernen.

Noch dazu enthalten Äpfel Säure und Fruchtzucker, die an der Zahnoberfläche schädlich wirken können.

Wohlgemerkt: Obst ist Schoko und Co. auf jeden Fall vorzuziehen, aber ums Putzen kommen Sie halt nicht herum.

Mythos #5

"Zähne muss man sofort nach dem Essen putzen."

Das kommt darauf an. Nach Saurem sollten Sie nicht sofort putzen, denn Säure löst die feinen Schmelzkristalle an. Besonders wenn Sie kräftig schrubben (siehe Mythos #6), verursachen Sie über die Zeit flächige Schmelzdefekte.
Um Karies vorzubeugen, reicht es, irgendwann am Tag alle Beläge komplett zu entfernen.
Zahnstein bildet sich vor allem auf der Rückseite der unteren Schneidezähne. Da gut putzen.

Mythos #6

"Heftiges Schrubben macht die Zähne richtig sauber".

Zuviel Druck kann schädlich sein, besonders in Verbindung mit sehr abrasiver, Schmirgel-artiger Zahncreme. Damit kann man sich im Laufe der Zeit Rillen und Kerben in die Zahnoberfläche scheuern und das Zahnfleisch verletzen.

Eine effektive Zahnputztechnik kommt sehr viel sanfter daher.

Wir zeigen Ihnen gerne, wie es richtig geht.

© 2016 Zahnarztpraxis Dr. Imogen Wilde

 

 

 

 

 

 

 

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