Aphthen

schmerzhafte Bläschen

Was ist das?

Aphthen sind blasige Entzündungen an der Mundschleimhaut. Das obere Häutchen der Blase platzt sehr schnell auf. Das dann freiliegende rundliche Geschwür sieht weiß bis zart-gelb aus und ist von einem hochroten Rand umgeben.

Aphthen sitzen nicht in der direkten Nachbarschaft von Zähnen, sondern an der beweglichen Schleimhaut der Wange, Lippe, Zunge, des Mundbodens oder des weichen Gaumens oder Zäpfchens.

Weil die schützende Deckschicht der Schleimhaut fehlt, tun Aphthen sehr weh. Je nach Lokalisation beeinträchtigen sie uns beim Essen, Trinken, Schlucken und Sprechen.

So unangenehm die Geschwüre sind, aber wenigstens heilen sie innerhalb von ein bis zwei Wochen von alleine wieder zu und hinterlassen normalerweise keine Narben.

Meist ist die Aphthe nicht sehr groß, nämlich zwischen 1 und 5mm Durchmesser. Es gibt aber auch Riesenaphthen, die größer als ein 20-Cent-Stück werden können.

Es leuchtet ein, daß die Abheilphase von Riesen-Aphthen ein Weilchen länger dauern kann als die der kleineren Geschwüre.

Ist das ansteckend?

Die gute Nachricht: Nein!
Ein auslösender Erreger wurde nicht gefunden.

Und was kann man dagegen tun?

Da nicht klar ist, was die Aphthen auslöst, ist es auch so schwer, sie zu bekämpfen.

Da es keine bakterielle Infektion ist, ist ein Antibiotikum bei Aphthen also völlig fehl am Platz.

Man kann schmerzlindernde Salben oder Tinkturen auftupfen. Damit kann man die Symptome etwas abmildern.

Auch Hausmittel wie Kamillien- oder Salbeiteespülungen oder verdünntes Teebaum-Öl können etwas Linderung verschaffen.

Die Abheilung der Aphthe kann man damit aber nicht beschleunigen.
Ist die Aphthe erst mal da, muss man halt durch. Aber wenigstens heilt sie von ganz alleine ab.

Mögliche Zusammenhänge

mit der Allgemeingesundheit

Eine mögliche Ursache für immer wiederkehrende Aphthen ist ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie:

  • Folsäure
  • Vitamin B12
  • Eisen

Es gibt auch Allgemeinerkrankungen, die mit Aphthen im Mund einhergehen können:

  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit)
  • Morbus Behçet

Hormonelle Veränderungen und vor allem Stress können ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Aphthen spielen.

Lassen Sie sich im Zweifelsfall beim Arzt durchchecken.

Zahnarzt-Tip:
Natrium-Lauryl-Sulfat (SLS) wird vielen Zahncremes zugesetzt, damit die schön schäumen.
Bei Neigung zu Aphthen SLS-haltige Pasten lieber meiden!

und mögliche Zusammenhänge

mit der Ernährung

Bei Verdacht auf Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln empfiehlt sich, ein Ernährungstagebuch zu führen.

Am besten lassen Sie erst mal alle verdächtigen Sachen weg.

Nach und nach probieren Sie dann einzelne Lebensmittel wieder in Ihren Speiseplan aufzunehmen.

Wenn regelmäßig kurz nach Genuß einer bestimmten Speise Aphthen auftreten, ist es besser, solches Essen künftig zu meiden.

Im Verdacht stehen vor allem histaminhaltige Nahrungsmittel wie

  • Alkohol, Wein, Bier (vor allem Hefeweizen)
  • geräuchertes und gepökeltes Fleisch, Wurst, Leber
  • Fischkonserven
  • reifer Käse
  • Sauerkraut
  • Gebäck mit Hefe
  • Essig
  • Konserven
  • Fast Food

Und Nahrungsmittel, welche die Ausschüttung von körpereigenem Histamin veranlassen:

  • Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen, Mandarinen und Grapefruit
  • Bananen
  • Erdbeeren
  • Ananas
  • Kiwi
  • Papaya
  • Tomaten
  • Kakao und Schokolade
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • Schalentiere

Außerdem können auch scharfe Gewürze die Mundschleimhaut leicht reizen. Dazu gehören:

  • Pfeffer
  • Chili
  • scharfer Paprika
  • Currypulver

© 2021 Zahnarztpraxis Dr. Imogen Wilde

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